Ohne Moos nix los!

Zur Finanzierung des Sabbaticals gibt es im Wesentlichen fünf Modelle:

 

I. Das Zeitwertkonto oder Langzeitkonto

Auf dem Zeitwert-Konto sparen Mitarbeiter Geld für die Auszeit an. In der Ansparphase verzichtet der Arbeitnehmer bei gleichbleibender Arbeitszeit auf einen  Teil seines Gehalts.

Auf dem Zeitwert-Konto können auch bezahlte Überstunden gesammelt werden, Boni oder Einmalzahlungen wie Urlaubs- und Weihnachtsgeld. Was tatsächlich auf das Konto fließen wird, muss vorab festgehalten werden. Der Sparbetrag kann meistens, während dieser Zeit, angepasst werden.

Das Geld wird vom Bruttogehalt auf das Zeitwert-Konto einbezahlt. Während der Auszeit bekommen Arbeitnehmer das gesparte Geld dann als Gehalt ausgezahlt. Erst dann werden Steuern und Sozialabgaben fällig.

 

II. Das Teilzeitmodell

Bei diesem Modell schließen Arbeitnehmer und Arbeitgeber über einen vorab definierten Zeitraum einen sogenannten Teilzeitvertrag ab. In dem Teilzeitvertrag wird die Stundenzahl des Arbeitnehmers reduziert, zum Beispiel auf 35 Stunden die Woche. Tatsächlich arbeitet dieser aber Vollzeit, also 40 Stunden die Woche, ohne jedoch das volle Gehalt zu bekommen. Die so angesparte Zeit wird auf einem speziellen Arbeitskonto gesammelt und während der Freistellungsphase ausgezahlt.

Wie ein solcher Teilzeitvertrag aussieht, hängt von den Vereinbarungen zwischen Arbeitnehmer und Arbeitgeber ab. Voraussetzung ist eine Betriebsgröße von mehr als 15 Mitarbeitern und eine bisherige Beschäftigungsdauer von mehr als sechs Monaten.

 

III. Unbezahlter Urlaub

Natürlich gibt es auch die Möglichkeit auf unbestimmte Zeit unbezahlten Urlaub zu nehmen. Darauf können sich Arbeitgeber und Arbeitnehmer einvernehmlich einigen. Beim unbezahlten Urlaub ruht das Arbeitsverhältnis und der Arbeitnehmer bekommt kein Gehalt. Von diesem Modell wird oftmals abgeraten, denn wenn kein Gehalt mehr fließt, werden die Sozialversicherungen nicht mehr bedient und der Arbeitnehmer muss sich in seiner Auszeit selbst versichern.

 

IV. Bezahlte Freistellung

Bei der bezahlten Freistellung bezahlt der Arbeitgeber den Arbeitnehmer ohne Arbeitsleistung weiter. Eine bezahlte Freistellung erfolgt meist mit einer betriebsbedingten Kündigung. Ohne jedoch zu wissen, wie es nach der Freistellung weiter geht, macht ein Sabbatical nicht wirklich Spaß, ihr werdet Euch zu viele Sorgen machen, wie es nach der Freistellung weiter geht.

 

V. Vorgezogener Ruhestand 

Bei diesem Modell gibt es verschiedene Varianten, die Arbeitgeber und Arbeitnehmer gemeinsam vereinbaren können. Dabei kann der Arbeitnehmer mit seinem Arbeitgeber ein bestimmtes Altersteilzeitmodell vereinbaren: der Arbeitnehmer kehrt zum Beispiel nach dem Sabbatical nur noch mit reduzierter Stundenzahl wieder in das Unternehmen oder gar nicht mehr zurück und genießt den Ruhestand. Auch hierfür wird ein gespartes Geld auf einem Arbeitskonto genutzt.